FMW-Friedrich
der Erfinder des
Radialpunktnietens


das moderne Nietverfahren

Am Anfang waren Mensch, Hammer und
Kopfmacher (Nietstempel)

Die Niettechnik ist eines der ältesten Verfahren um nicht lösbare Verbindungen zwischen zwei Bauteilen herzustellen.
Schon in der Frühgeschichte wurde durch Verstemmen von Verbindungsbolzen mit einem schweren Gegenstand (Hammer)
genietet. Im Laufe der technischen Revolution gewann das Nieten immer mehr an Bedeutung. Mit einem Hammer und einem
Kopfmacher wurden die Niete durch Arbeiter von Hand geschlagen. Später übernahmen Pressen die Verformung.  Eine weitere
Verbesserung wurde mit der Entwicklung  von speziellen Nietmaschinen erzielt.

FMW- Kunden waren gemeinsam mit den Friedrich-Ingenieuren bestrebt, bestehende Nietverfahren zu verbessern. Die
steigende Anforderung an die Qualität von Nietverbindungen konnte durch herkömmliche Verfahren nicht mehr befriedigt
werden. Beim Pressen wurde die Gefügestruktur des Nietwerkstoffes deformiert. Der hohe Kraftaufwand, sowie die Versprödung der Nietbolzen wurden nicht mehr akzeptiert.  Das Taumelnietverfahren brachte zwar eine Reduzierung vom Kraftaufwand,
Verhärtungen in der Gefügestruktur waren aber durch die Linienverformung weiterhin sichtbar. Die Nietkopfoberfläche wurde
durch Verfahrensbedingte Reibkräfte beschädigt. Hinzu kamen radiale Kräfte die durch Werkstückaufnahmen kompensiert
werden mussten. 

Die Erfindung die das Nieten revolutionierte –
FMW
- Radialpunktniettechnik von Friedrich

 

Mit der Erfindung des Radialpunktnietens im Jahre 1966 legte die Firma Friedrich
den Grundstein für ein Nietverfahren, das bis heute das effektivste und zugleich wirtschaftlich-
ste Nietverfahren auf dem Markt ist. Zug um Zug eroberte die Radialpunktniettechnik von
Friedrich den gesamten Markt. Schon nach kurzer Zeit reichte die Kapazität von Friedrich
nicht mehr aus, um der weltweit einsetzenden Nachfrage gerecht zu werden. Als Folge
wurden 1967 Lizenzen vergeben, unter anderem in die Schweiz. Die Lizenznehmer und
Friedrich sorgen für einen Wettbewerb, der im Besonderen die Umgebung der Erfindung,
die CNC-Steuerungstechnik, sowie Handling und Zubehör verändert. Durch innovative
Technik sichert sich Friedrich auch für die Zukunft den Vorsprung in der Niettechnik.

Vorteile des FMW- Radialpunktnietens:


• nur geringe Gefügestrukturänderung im Nietwerkstoff durch Radialpunktnieten.
• geringer Kraftaufwand bei hoher Nietleistung.
• geräuscharme Niettechnik.
• minimale Reibung durch punktuelle Umformung.
• geringe Wärmeentwicklung.
• geeignet für den Einsatz von Messachsen, da der Stempel beim Messen senkrecht steht.
• Nieten und Prägen, da keine Stempelrotation.
• keine Querkräfte.
• hohe Lochleibung erzielbar.
 

       
Pressen und Hämmern

Die Verformung des Niets wird entweder durch Pressen oder Hämmern erreicht. Beim Pressen durch einmaligen Druck, beim Hämmern durch mehrmaliges Schlagen in axialer Richtung auf den Niet. Großer Kraftaufwand bei starkem Lärm ist der Nachteil.

 

       
Taumel-Nieten

Das Döpperende E dreht sich in einer kreisförmigen Bahn K um die Mittelachse Z der Nietspindel. Die Längsachse des Nietdöppers schneidet die Nietspindelachse im Punkt M. Die Verformung des Niets erfolgt auf einer Berührungslinie von der Länge des Nietkopfradius.

 

 

       
Friedrich Punktnieten

Hier wird die kreisförmige Bahn K durch eine Schleifenbahn S ersetzt. Die Längsachse des Döppers schneidet sich ebenfalls in Punkt M mit der Mittelachse der Nietspindel. Das Döpperende E durchläuft immer wieder die Mittelachse Z. Die Verformung des Niets erfolgt durch eine Punktberührung zwischen Nietdöpper und Niet.